Paartherapie in Berlin

Wir bieten Beratung und Therapie für Paare

Paartherapie

 

 

Therapeutische Verfahren

Unsere therapeutischen Verfahren basieren auf tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, Gesprächs- psychotherapie und Familientherapie.
Methoden der Verhaltenstherapie und Sexualtherapie ergänzen unseren integrativen, ressourcen- und entwicklungsorientierten Ansatz.

Wir stehen in einem regelmäßigen kollegialen Austausch und erweitern dadurch unsere Kenntnisse und Handlungsmöglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Paarberatung oder Paartherapie beim Thema Fremdgehen, Fremdbeziehung, Untreue, Geliebte oder Geliebter, Außenbeziehung, Dreiecksbeziehung

Bevor die Paartherapie oder Paarberatung beginnt

Den Dritten mit einbeziehen?

Den Geliebten oder die Geliebte mit einzubeziehen ist immer noch mit einem Tabu belegt. Ein Gespräch zu dritt kann dem Betrogenen meistens nicht zugemutet werden, aber nach Absprache mit ihm oder ihr kann ein Therapiegespräch mit den Untreuen und der Geliebten geführt werden oder Einzelgespräche mit der oder dem Geliebten geführt werden. Dadurch erhält der Paartherapeut einen Einblick in die Situation aller Beteiligten und baut der Gefahr vor, allzu parteilich zu werden. Außerdem wird die/der Geliebte in diesen Gespräche oft mit seinem eigenen Wollen konfrontiert, was oft aus Rücksicht auf den Untreuen vermieden wird und sich positiv auf den weiteren Klärungsprozess auswirken kann.

Die Kinder mit einbeziehen?

Betrogene Ehepartner wollen oft die Kinder mit einbeziehen, um den untreuen Partner unter Druck zu setzen und die eigene Position zu stärken. Darauf sollte der Paartherapeut nicht eingehen, denn es handelt sich dabnei immer um einen Missbrauch der Kinder. Paar- und Elternebene werden dabei vermischt. Allerdings sollte schon geklärt werden, wie das Ehepaar auf der Elternebene mit der Aufklärung der Kinder zu diesem Problem umgehen könnte. Auf keinen Fall sollte der "Treue" die Aufgabe allein übernehmen, die Kinder über die Fremdbeziehung des Partners zu informieren.

Paartherapie oder Einzeltherapie?

Die Krise der Dreiecksbeziehung ist außer einer Krise der Paarbeziehung immer auch eine Krise der beteiligten Individuen. Es sind zwar ausführliche Paargespräche nötig, andererseits aber muss immer wieder der Prozess der einzelnen, auch der Geliebten, im Auge behalten und   unterstützt werden. Der Paartherapeut sollte neben den Paargesprächen immer auch Einzelgespräche anbieten. Der "betrogene" Ehepartner braucht wegen der Kränkung in besonderem Maß Verständnis und Unterstützung. Auch die eigenen Anteile am Geschehen lassen sich mit dem "Betrogenen" oft leichter besprechen, wenn der "untreue" Partner nicht dabei ist.

Für den "Untreuen" können Einzelgespräche deshalb wichtig sein, weil er dann offen über sein Erleben in der Außenbeziehung sprechen kann. Nicht selten passt diese genau zu den Lebensthemen, mit denen er ohnehin gerade in seinem Leben konfrontiert ist.

Die Auseinandersetzung mit der Paarbeziehung, und darum auch die Paargespräche, sollten den zentralen Stellenwert behalten. Die Einzelgespräche sollten daher so konzipiert sein, dass sie immer wieder ins Paargespräch zurückführen und dieses vorantreiben.

Die Rolle des Paartherapeuten

Beim Thema Dreiecksbeziehung betritt der Paartherapeut einen Tabubereich, dem etwas Peinliches und Verbotenes anhaftet. Außerdem hat es u.U. eigene schmerzhafte Erfahrungen dazu gemacht oder wurde mit dem Thema Fremdgehen in seiner in seiner Herkunftsfamilie konfrontiert. Die Frage, die der Therapeut zu beantworten hat, lautet: Wenn ich alle diese Einflüsse ernst nehme, was ergibt sich dann daraus für meine persönliche Einstellung zur Dreiecksbeziehung? Welche Gefühle bewegen mich, welche Erlebnisse und Erfahrungen bringt das Thema Untreue in mir hoch, zu welchen Urteilen neige ich für wen bzw. gegen wen bin ich geneigt, spontan Stellung zu beziehen? Je bewusster der Therapeut mit den Fragen umgeht, desto geringer ist die Gefahr der Parteinahme und Abwertung eines Ehepartners.

Ein wichtiger Grundsatz in der Paartherapie beim Thema Untreue ist: Kontakt herstellen. Wenn ein echter Kontakt hergestellt worden ist, gelingt es dem Therapeuten fast immer, den Klienten zu verstehen und zu  schätzen. Das könnte auch ein wichtiger Grund sein, um die Geliebte in die therapeutische Arbeit einzubeziehen.



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