Sexuelle Lustlosigkeit
Sie beschäftigt nicht nur heute viele Paare, sondern ist schon seit
langem bekannt: Unter dem Namen Vaginismus oder Impotenz war die sexuelle Lustlosigkeit
auch in früheren Generationen ein verbreitetes, aber tabuisiertes Problem.
Unter sexueller Lustlosigkeit versteht man ein fehlendes
sexuelles Verlangen, das Nichtvorhandensein des Wunsches nach sexuellem Austausch
mit dem Partner oder der Partnerin, oftmals aber auch grundsätzlich und
in vielen Fällen über Jahre hinweg.
Die Ursachen dafür können vielfältig sein: Stress, organische
Erkrankungen oder bestimmte Medikamente können hier eine Rolle spielen,
ebenso auch psychische Probleme. Sexuelle Lustlosigkeit kann auch Ausdruck ungelöster
und für das Paar allein kaum lösbarer Partnerschaftskonflikte sein.
Eine Paartherapie eröffnet an dieser Stelle neue Wege:
Nachdem organische oder nicht partnerschaftsbedingte Ursachen ausgeschlossen
sind gilt es, gemeinsam mit dem Therapeuten oder der Therapeutin die Ursachen
herauszufinden. Mitunter ist dies schon ein großer Schritt auf dem Weg
zur Konfliktlösung. Wenn die sexuellen Probleme im Vordergrund
stehen hilft oft auch eine Verhaltenstherapie, in der die Partner
lernen, wieder miteinander Körperkontakt aufzunehmen und Schritt für
Schritt die Freude an einer erfüllten Sexualität wiederzufinden.